Manfred Bumiller

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Der gelernte Diplomkaufmann, Volkswirt und spätere Steuerberater Manfred Bumiller (1928-2018) trug sich zu Beginn der 1980er Jahre mit dem Gedanken, eine Kunstsammlung anzulegen. Die Idee, eine Sammlung frühislamischer Kunst zu gründen, entstand im Herbst 1980 durch den Kontakt zu Professor Siegfried Wichmann, Kunsthistoriker und Spezialist für Malerei des 19. Jahrhunderts. Dieser machte M. Bumiller darauf aufmerksam, dass es in Europa bislang keinen auf frühislamisches Metall spezialisierten Sammler gab – ein besonders reizvoller Anlass, auf diesem Gebiet eine eigene Sammlung zu gründen. Im Jahr 1981 erwarb er die ersten drei Objekte, welche die Basis für eine bald ansehnliche Kollektion schufen: eine Messingschale mit Jagdmotiv, eine goldtauschierte Stahlschale und ein Räuchergefäß in Form eines Löwen.
Bumiller investierte vorwiegend in kleine Exponate, die hervorragende Beispiele orientalischer Handwerkskunst darstellen. So entstand eine umfassende Sammlung, die bald auf weitere Materialgruppen ausgedehnt wurde.
Vor allem nachdem er von beruflichen Verpflichtungen entbunden war, widmete er sich in ausdauernder Weise ganz der Dokumentation, Restaurierung und Bearbeitung seiner stetig wachsenden Sammlung.

1992 erwarb er zwei historische Bürgerhäuser in der Austraße im Herzen der Altstadt von Bamberg und ließ diese aufwändig als Museumsbau restaurieren. In Würdigung und dankbarer Anerkennung für die Erhaltung dieser stadtgeschichtlich bedeutsamen Bauten und die Bereicherung Bambergs um ein Museum, verlieh ihm der Stadtrat im Jahr 2003 die Ehrenmedaille der Stadt Bamberg.

Aufgrund seiner Verdienste um die Universität, im Besonderen als Förderer des Faches Islamische Kunstgeschichte und Archäologie wurde Manfred Bumiller 2002 zum Ehrensenator der Otto-Friedrich-Universität ernannt. Der im 2008 Jahr geschlossene Kooperationsvertrag mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg geht auf seine Initiative zur Förderung von Forschung und Lehre zurück.

2015 zog sich Manfred Bumiller aus Altersgründen aus dem Sammlergeschäft zurück. Museum und Sammlung werden seitdem von seiner Lebensgefährtin und seiner Tochter verwaltet.