Manfred Bumiller

IMG_0203Senator h.c. Manfred Bumiller begann 1980 islamische Kunst zu sammeln. Eine Zeit, in der dieser Kunst noch nicht viel Beachtung geschenkt wurde und somit die Kommerzialisierung und ihre negativen Nebeneffekte wie Fälschungen und einer spekulativen Preisentwicklung noch nicht so verbreitet waren. Bumiller investierte vorwiegend in kleine Exponate die oftmals die damalige alltägliche Handwerkskunst widerspiegeln. So entstand eine umfassende Sammlung, anhand derer sich Typologien, Entwicklungen und Tendenzen von bestimmten Formen und Objekten aufweisen lassen.

Er erkannte schnell, dass gerade auf dem Gebiet der frühen islamischen Kunst vor 1600 noch viel Pionierarbeit zu leisten war. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf früher islamischer Metallkunst und ist heute weltweit die größte ihrer Art. Zugleich entwickelte sich Khurasan, eine historische Region auf dem Gebiet der heutigen Staaten Iran, Afghanistan, Tadschikistan, Turkmenistan und eben auch Uzbekistan, die im islamischen Mittelalter eine kulturelle Blüte erlebte, zu einem weiteren Fokus der Sammlung. 2008 wurde zur Förderung von Forschung und Lehre ein Kooperationsvertrag mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg unterzeichnet, an welcher der bisher einzige Lehrstuhl für islamische Kunstgeschichte und Archäologie in Deutschland angesiedelt ist.

Die Bumiller Collection – Universitätsmuseum für islamische Kunst befindet sich mit ihren knapp 6000 Objekten in direkter Nachbarschaft zur Universität und bietet damit Experten, Professoren und Studenten einen unkomplizierten Zugang zu den Objekten. Im Juni 2015 eröffnete die Bumiller Collection eine Dependance in Berlin – Kreuzberg. Hier wechselt sich die Dauerausstellung „Highlights of the Bumiller Collection“ mit diversen temporären Ausstellungen ab, darunter die neue, beliebte Ausstellungsreihe „Contemporary Interventions in the Bumiller Collection“.

Jill Bumiller

Vice President of THE BUMILLER COLECTION

Direktorin Studio Berlin X-Berg